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Donnerstag, 25.01.2018, 20:21 Uhr

Beim Lesen waren auch die Jüngsten schon wie die Profis

Beeindruckende Leistungen beim 5. Vorlesewettbewerb des Fördervereins der Grundschule Marbach

Alle Teilnehmer der Vorrunde des Vorlesewettbewerbs 2017/2018 mit ihren Buchpreisen im Foyer der Grundschule Marbach
Alle Teilnehmer der Vorrunde des Vorlesewettbewerbs 2017/2018 mit ihren Buchpreisen im Foyer der Grundschule Marbach

(js) Zur Endrunde des Vorlesewettbewerbs am Samstagvormittag hatte der Förderverein diejenigen 14 Kinder eingeladen, die sich nach Vorentscheidungen in den Klassen qualifiziert hatten. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren bereits drei Tage zuvor für ihr Mitmachen mit einem Buchgeschenk belohnt worden. Besonders erfreulich dabei: Mehr als zwei Drittel der Schülerschaft, nämlich 41 Mädchen und 20 Jungen, hatten diesmal freiwillig an der Vorrunde teilgenommen, eine sehr erfreuliche Resonanz. Die erneut gute Beteiligung der Jungen korrigiert das ansonsten übliche Erscheinungsbild bei Vorlesewettbewerben: In Marbach stellten die Jungen wieder rund 33% der Teilnehmer.

Schulleiterin Elke Böhm-Schulz freute sich über die rege Teilnahme
Schulleiterin Elke Böhm-Schulz freute sich über die rege Teilnahme

Bei einem Vorlesewettbewerb geht es darum, jeweils einen selbst gewählten und einen unbekannten Text allein mit der Stimme als Ausdrucksmittel „zum Leben zu erwecken“. Dabei sollte die selbst gewählte Textstelle in sich verständlich sein und zudem von der/dem Vortragenden (ab dem 3. Schuljahr) kurz in den Gesamtzusammenhang gestellt werden. Für die Jury in der Endrunde eine schwierige Aufgabe. Analog zu den Beurteilungskriterien des bundesweiten Vorlesewettbewerbs waren daher eine deutliche Aussprache, die sinngemäße Betonung, das angemessene Lesetempo und das Verständnis für die Stimmung und Atmosphäre des Textes die Maßstäbe der Beurteilung.

Alle Kinder erfüllten diese Aufgabe jedoch mit Bravour. Insbesondere die Jungen schlugen sich wieder wacker. Vor allem in den beiden Klassen des 2. Schuljahres waren sie sogar mit vier Teilnehmern überproportional vertreten. Für die Überraschung sorgten jedoch die Jüngsten: Die beiden Mädchen präsentierten ihre Texte auf einem Niveau, das die Zuhörerschaft mit lang anhaltendem Beifall honorierte. Ansonsten hatte das Auditorium aus Schülern, Eltern und Großeltern, Lehrerinnen und die Jury viel Spaß beim Zuhören der vielseitigen und unterhaltsamen Wahltexte.

Joachim Schulz (Vors. Förderverein) erläutert das Prozedere.
Joachim Schulz (Vors. Förderverein) erläutert das Prozedere.

Etwas schwieriger wurde es für die Kinder im zweiten Teil des Wettbewerbs. Ein unbekannter Text, der nach den gleichen Kriterien wie der geübte bewertet wurde, musste präsentiert werden.

Bei dieser Aufgabe trennte sich die Spreu vom Weizen: Waren bei den Vorträgen mit selbst gewählten Texte die Kontrahenten in der Bewertung noch dicht zusammen, hatte es die Jury nach dem zweiten Durchgang etwas leichter: Anna Jahn (1. Schuljahr), Mathilda Pirmann (Klasse 2a), Sophie Heil (Klasse 2b) setzten sich mit couragierten Auftritten durch. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Teilnehmer/innen der 3. und 4. Klasse. Die Unterschiede waren nur minimal, es siegten schließlich verdientermaßen Amelie Hainer (3. Schuljahr) und Luise Köhne-Volland (4. Schuljahr),

Die besten Leserinnen und Leser im Schuljahr 2017/18
Die besten Leserinnen und Leser im Schuljahr 2017/18

Für die Jury hatte der Förderverein wieder Dagmar Belz-Böhm von der Buchhandlung „Paul & Paulinchen“, Viola Riesner, die Chefin der „Bücherwürmer“, die Betreuerinnen der Schülerbücherei der Grundschule Marbach, Petra Weber, langjähriges Mitglied der „Bücherwürmer“ und ehemals verantwortlich für die „Gänsefüßchen-Aktionen“, sowie das Marbacher „Urgestein“ in Sachen Kultur, Otto Möller, gewinnen können.

Fazit einer kurzweiligen und alle Beteiligen motivierenden „Vorlese-Show“ im gut gefüllten Musiksaal der Grundschule: Der Förderverein liegt mit seinem vor nunmehr fünf Jahren gestarteten Vorhaben, die Lesemotivation der Schülerschaft auf diese Weise zu fördern, ganz offensichtlich richtig, wenn gut zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler freiwillig teilnehmen. Man kann daher nur hoffen, dass der Wettbewerb auch in den kommenden Schuljahren eine Fortsetzung findet.

Fotos: Viola Riesner / Elke Böhm-Schulz - vielen Dank!


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